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Vitamin-D-Mangel und Ursachen. Die dramatische Wahrheit

Vitamin-D-Mangel – Ist doch nur ein Thema für Menschen, die nie die Sonne sehen, dachte ich bis vor Kurzem. Aber so ist es leider nicht.

Eine Auswertung der vom Robert-Koch-Institut durchgeführten Datenerhebung (DEGS1 2008 – 2011) bezüglich des Vitamin-D-Status ergab, dass durchschnittlich nur 11,2 % der deutschen Bevölkerung ausreichend mit diesem lebenswichtigen Stoff versorgt sind. Sogar in den Sommermonaten erreicht nur ungefähr die Hälfte der Deutschen einen akzeptablen Vitamin-D-Status [1].

Warum ist das so? Und woran erkennst Du einen Vitamin-D-Mangel? Das erfährst Du in diesem Artikel.

Wieso Vitamin D?

Vitamin D Mangel? | einfach-fit.de

Kennst Du Deinen aktuellen Vitamin-D-Status? Ich kannte meinen bisher noch nicht. Kein Wunder, denn er wird von den Ärzten nur geprüft und von der Krankenkasse gezahlt, wenn ein begründeter Verdacht auf einen Mangel vorliegt. Zum Beispiel bei einer Osteoporose mit Knochenbrüchen. Es müssen also erst ernsthafte Symptome auftreten.

Stell Dir vor, Du würdest bei Deinem Auto die rote Ölstand-Warnleuchte ignorieren und solange weiterfahren bis sich der Motor komplett zerlegt und erst dann den Ölstand prüfen. So ähnlich verhält es sich mit dem Vitamin-D-Spiegel. Es muss erst etwas passieren, damit man ihm Aufmerksamkeit schenkt. Dabei ist Vitamin D extrem wichtig.

Vitamin D sorgt wesentlich dafür, dass Calcium aus der Nahrung in den Blutkreislauf gelangt. Bei Calcium denkt man zuerst an die Knochen und an die Zähne. Das ist richtig. Aber Calcium wird auch in vielen anderen Geweben zum Überleben benötigt. Und wenn Calcium fehlt, werden die Vorräte in den Knochen angezapft.

Ohne Vitamin D kein Calcium

Inzwischen ist bekannt, dass Vitamin D eine wichtige Schlüsselrolle bei zahlreichen Körperfunktionen spielt. Man hat über 1000 Gene in 37 verschiedenen Geweben gefunden, deren Funktionen quasi erst durch Vitamin D aktiviert werden. Auch etliche epidemiologische Studien weisen darauf hin, dass es einen Zusammenhang zwischen vielen Zivilisationskrankheiten und dem Vitamin-D-Spiegel gibt [2]. Und das ist auch logisch, wenn man mal die (menschliche) Evolution etwas betrachtet.

„Alles Leben auf der Erde kommt vom Licht der Sonne“
– Nobelpreisträger Albert Szent-Györgyi –

Vitamin-D-Mangel - Sonne | einfach-fit.deVitamin D wird nicht ohne Grund als Sonnenvitamin bezeichnet. Denn 90 % des Vitamins produziert Deine Haut mit Hilfe des Sonnenlichtes. Und jetzt schau Dir mal an, wie immer mehr Menschen heute leben: Sie verbringen die meiste Zeit in geschlossen Räumen mit künstlichem Licht hinter Glasscheiben. Und wenn in unseren Breitengraden dann tatsächlich mal die Sonne so scheint,  dass unsere Haut Vitamin D produzieren könnte, kleistern wir uns mit Sonnenschutz zu oder bringen uns schleunigst in „Sicherheit“. Denn seit einigen Jahren gilt die Sonne im Allgemeinen als lebensgefährlich und sollte unbedingt gemieden werden. Welch Blödsinn!

Der Mensch ist wie viele andere Lebensformen auf die Sonne angewiesen. Nur mit Hilfe des Sonnenlichtes konnten urzeitliche Organismen (unsere Vorfahren) Calcium aus der Nahrung aufnehmen und ihr Skelett aufbauen. Und so ist es heute auch noch.

Risiko Vitamin-D-Mangel

Zahlreiche Studien weisen darauf hin, dass das Risiko folgender Erkrankungen mit sinkendem Vitamin-D-Pegel steigt [3]:

  • Rachitis (Bei Kindern) / Osteomalazie
  • Osteoporose
  • Diabetes Typ I und II
  • Allergien
  • Asthma
  • Krebs
  • Herzkreislauferkrankungen (Bluthochdruck)
  • Nervenkrankheiten (Parkinson, Alzheimer, Multiple Skelerose)
  • Depressionen

Leider ist ein Vitamin-D-Mangel im Körper nicht direkt zu spüren. Das macht die Sache noch gefährlicher. Symptome und Auswirkungen sind eher schleichend und werden meistens nicht der eigentlichen Ursache, dem Vitamin-D-Mangel, zugeordnet.

Eine große Anzahl vielfältiger Mangel-Symptome können auf einen Vitamin-D-Mangel hinweisen:

  • Heißhunger auf Süßigkeiten
  • schlechte Stimmung
  • Schlafstörungen
  • Nervosität
  • Antriebslosigkeit
  • schlechte Zähne
  • Haarausfall
  • brüchige Fingernägel
  • Gliederschmerzen
  • Muskelkrämpfe und -zucken
  • Schwaches Immunsystem (häufige Infekte)

Es gibt im wesentlichen 4 Faktoren, die den Vitamin-D-Spiegel und damit das Risiko für die oben genannten Erkrankungen und Symptome beeinflussen.

Der Wohnort

Man hat herausgefunden, dass Menschen, die näher am Äquator leben, gesünder sind. Das liegt am Einstrahlwinkel der Sonne. Je steiler der Winkel, desto kürzer der Weg der Strahlen durch die Atmosphäre. Bei Menschen, die in höher gelegenen Gegenden leben, hat man den gleichen Effekt. Denn durch den kürzeren Weg der Sonnenstrahlen durch die Atmosphäre werden weniger Strahlen durch Wolken und Luftverschmutzung blockiert und es trifft mehr UVB-Strahlung auf die Haut. Die Folge: Es wird mehr Vitamin D produziert. Bei uns in Deutschland ist eine ausreichende Strahlung nur von April bis September gegeben. In der dunklen Jahreszeit müssen wir mit dem gespeicherten Vitamin D aus dem Sommerhalbjahr oder mit Vitamin D aus der Nahrung auskommen.

Die Hautfarbe

Je heller die Haut, desto mehr Vitamin D produziert sie. Das war vor Jahrtausenden als die Urvölker vom Äquator Richtung Norden zogen sehr sinnvoll. Denn mit einer helleren Haut wurde die Vitamin-D-Versorgung auch bei einem flachen Einstrahlwinkel des Sonnenlichtes sichergestellt. Dunkle Haut ist hingegen dafür ausgelegt, bestmöglich vor starker Sonnenstrahlung zu schützen. Außerdem schützt sie auf natürlichem Weg vor einer Überdosierung von Vitamin D. Der Grund dafür heißt Melanin. Dieses Farbpigment wird von speziellen Zellen bei Sonneneinstrahlung gebildet und sorgt für die braune Färbung der Haut. Es absorbiert die Strahlung und schützt die Haut dadurch vor Schäden. Allerdings wird dadurch auch weniger Vitamin D gebildet.

Daher haben es dunkelhäutige Menschen in sonnenarmen Ländern besonders schwer, einen guten Vitamin-D-Spiegel zu erreichen – insbesondere, wenn sie die meiste Zeit in Gebäuden verbringen.

Das Alter

Je älter die Haut, desto weniger Vitamin D produziert sie. Das ist leider so und wir können es nicht beeinflussen. Daher ist es besonders für ältere Menschen wichtig, genügend Sonne zu tanken. Aber gerade im Alter verbringen viele Menschen aufgrund von Krankheiten und anderen Einschränkungen zu wenig Zeit in der Sonne.

Der Körperfettanteil

Vitamin D wird vom Körperfett gebunden, weil es fettlöslich ist. Übergewichtige müssen daher entsprechend mehr Vitamin D aufnehmen, um keinen Mangel zu erleiden. 


Je weniger Sonne, je dunkler die Haut, je älter und dicker, desto weniger Vitamin D, desto höher das Risiko für Zivilisationskrankheiten.

Was ist Vitamin D?

Vitamin D | einfach-fit.deVitamin D ist streng genommen kein Vitamin. Denn es kann vom Körper selbst gebildet werden und Vitamine sind normalerweise essentielle Nährstoffe, die mit der Nahrung aufgenommen werden müssen.

Man spricht häufig auch von Vitamin D3 (Cholecalciferol). Dabei handelt es sich um die tierische Form des Vitamins. Pflanzen produzieren einen ähnlichen Stoff – das Vitamin D2 (Ergocalciferol). Beide Formen werden im menschlichen Körper gleichermaßen in die speicherfähige Form 25-Hydroxyvitamin D (Calcidiol) umgewandelt. Die Kurzform lautet 25OHD oder 25D.

Wie ein Puffer gleicht diese Speicherform längere Pausen der Sonneneinstrahlung aus. Denn das 25D hat eine Halbwertzeit von 3 Wochen und hält sich im Körper länger stabil als Vitamin D3 oder D2. Aus diesem Grund wird bei einer Blutuntersuchung auch immer das 25D gemessen.

Um im Körper seine zahlreichen Wirkungen zu entfalten, muss das 25D aber noch aktiviert werden. Das erledigt zum größten Teil die Niere. Sie wandelt bei Bedarf das 25D in die aktive Form 1,25-Dihydroxyvitamin D (Calcitriol) um. Bei diesem 1,25OHD handelt es sich um nichts anderes als um ein hochwirksames Steroidhormon. Forscher haben an etlichen Zelltypen spezifische Rezeptoren für 1,25OHD entdeckt. Das erklärt die vielen Funktionen von Vitamin D und gleichzeitig die große Bandbreite der Mangelsymptome.

Vitamin D ist also eigentlich eher ein Hormon bzw. Botenstoff, der in vielen verschiedenen Regionen des Körpers wichtige Funktionen aktiviert.

Was kann Vitamin D

Superheld Vitamin D | einfach-fit.deJetzt haben wir geklärt, was Vitamin D in Wirklichkeit ist. Und wir wissen, dass ein Mangel viele Zivilisationskrankheiten begünstigen kann. Aber was macht Vitamin D zum Superheld unter den „Vitaminen“ und wie kannst Du davon profitieren?

Auch wenn ich mich wiederhole: Vitamin-D-Rezeptoren gibt es an fast allen Zelltypen. Allein diese Tatsache lässt erahnen, wie wichtig dieser Stoff für die Funktionsfähigkeit des Körpers ist. Die folgende Liste zeigt nur einige Beispiele dieser lebenswichtigen Funktionen [4]:

Stabile Knochen

  • Vitamin D ermöglicht die Aufnahme von Calcium im Dünndarm.
  • Nur mit genügend Calcium findet Knochenaufbau statt.
  • Bei zu wenig Calcium dient der Knochen als Reserve, um andere Gewebe und Organe ausreichend  zu versorgen.
    Die Folge: Knochenabbau

Gute Nerven

  • Vitamin D verringert das Risiko für Multiple Sklerose, Demenz, Parkinson und Alzheimer. 

Starke Muskeln

  • Vitamin D regt den Muskelaufbau an.
  • Mehr Kraft durch bessere Calciumfreisetzung in der Muskelzelle während der Kontraktion.   

Flexible Gefäße

  • Vitamin D fördert Elastizität der Gefäßwände und reguliert den Blutdruck.

Beste Immunabwehr

  • Vitamin D aktiviert körpereigene Abwehrstoffe.

Stabiler Blutzucker

  • Vitamin D fördert die Anlage von Inselzellen in der Bauchspeicheldrüse und die Produktion von Insulin.
  • Vitamin D stimuliert die Anlage von Insulinrezeptoren an Muskelzellen. Dadurch werden die Zellen empfindlicher für Insulin und können den Blutzucker schneller aufnehmen.

Gesunde Zellen

  • Vitamin D unterdrückt das Krebszellenwachstum.
  • Vitamin D fördert Selbstzerstörung entarteter Zellen.

Vitamin-D-Bedarf

Bezüglich der Vitamin-D-Versorgung und des Bedarfs gibt es gegensätzliche Aussagen. Aus der konservativen Ecke hört man oft, dass es keinen Grund zur Panik gibt und die Bevölkerung gut mit Vitamin D versorgt ist. Auf der anderen Seite gibt es tonnenweise Studien, die das Gegenteil beweisen wollen. Wer hat recht?

Maßeinheiten

Bei einem Bluttest wird der 25D-Wert je nach Labor in verschiedenen Einheiten angegeben:

  • Nanogramm pro Milliliter (ng/ml)
  • Mikrogramm pro Liter (µg/l)
  • Nanomol pro Liter (nmol/l)

Wenn in Deinem Bluttest die Ergebnisse in mol angegeben sind, kannst Du sie einfach durch 2,5 dividieren. Du erhältst dann den Wert in Nanogramm pro Milliliter bzw. Mikrogramm pro Liter.

Beispiel: 50 nmol/l : 2,5 = 20 ng/ml = 20 µg/l

Bei der Zufuhr von Vitamin D werden die Werte als Internationale Einheit (I.E. / I.U.) oder in Mikrogramm angegeben. Dabei entspricht ein Mikrogramm 40 Internationalen Einheiten.

1 µg = 40 I.E.
1 I.E. = 0,025µg

Der optimale Blutwert

Wissenschaftler haben berechnet, dass unsere Vorfahren aus der Steinzeit einen Blutwert von ca. 60 ng/ml hatten. Ähnlich hohe Werte hat man bei Rettungsschwimmern am Strand festgestellt[5]. Wir wissen, dass allein durch Sonnenlicht keine Überdosierung von Vitamin D entstehen kann, da sich die Produktion in der Haut mit Hilfe des bräunenden Melanins selbst reguliert und begrenzt.

Man kann also davon ausgehen, dass ein 25D-Wert von 60 ng/ml im Blut nicht schädlich ist. Vielmehr scheint das der normale Wert zu sein, den man erreicht, wenn man sich artgerecht bei Sonnenschein im Freien aufhält. Umso erstaunlicher ist es, dass ein Wert von 20 ng/ml bei uns noch als normal gilt. Erst mit Werten unter 20 ng/ml bekommt man einen Mangel bescheinigt. Bei Werten unter 10 ng/ml liegt ein schwerer Mangel vor.

Viele Studien weisen darauf hin, dass 25D-Werte ab 30 ng/ml das Risiko für zahlreiche Zivilisationskrankheiten maßgeblich verringern können[6]. Und daher teile ich die moderne Sichtweise, wonach ein Blutwert von 40 – 60 ng/ml erstrebenswert ist.

Zufuhrempfehlungen

Auswertungen mehrerer Studien haben ergeben, dass der optimale Blutwert von 40 – 60  ng/ml mit einer durchschnittlichen Zufuhr von 2000 – 3000 I.E. täglich erreicht werden kann [7]. Das kann ich voll und ganz bestätigen. Denn ich habe es ausprobiert.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt derzeit eine Tagesdosis von 800 I.E. [8]. Damit verhindert man zwar einen schweren Vitamin-D-Mangel, erreicht aber normalerweise nicht den optimalen Blutwert.

Zum Vergleich:
Wenn Du in den Sommermonaten nur 10 – 20 Minuten ungeschützt und leicht bekleidet in der Mittagssonne verbringst, bildet Deine Haut satte 10.000 – 20.000 I.E. Vitamin D [9]! Das ist bis zu 25 mal mehr als die empfohlene Tagesdosis der DGE.

Deine Strategie gegen Vitamin-D-Mangel

Um Gewissheit zu schaffen, ist es eine gute Idee, zuerst einmal einen Vitamin-D-Bluttest zu machen. Das kannst Du entweder bei einem Arzt oder Du bestellst Dir ein Testkit und erledigst es bequem zu Hause. Die Kosten dürften ungefähr gleich hoch sein, denn üblicherweise wird ein Vitamin-D-Check nicht von der Krankenkasse übernommen. Ich habe gute Erfahrungen mit dem cerascreen Vitamin D Test gemacht: Du musst Dir nur eine kleine Menge Blut abzapfen und es einschicken. Das Ergebnis kannst Du dann nach ein paar Tagen online abrufen.

Falls Dein Test ergibt, dass Dein 25D-Spiegel unter 20 ng/ml liegt, solltest Du Dir ernsthafte Sorgen machen und sofort mit Gegenmaßnahmen beginnen. Optimal ist wie gesagt ein Wert zwischen 60 und 40 ng/ml. Solange Du den nicht erreicht hast, darfst Du gern noch eine Schippe drauflegen, was die Zufuhr angeht.

Vitamin D im Sommer

Wenn Du wie ich in Deutschland lebst, kannst Du Deinen Vitamin-D-Spiegel auf natürliche Weise (durch Sonnenlicht) nur in den Sommermonaten wesentlich erhöhen.

Du bist schon sehr gut versorgt, wenn Du nur 2-3 mal pro Woche ungeschützt für 10 – 20 Minuten die Mittagssonne genießt. Dabei ist es wichtig, dass Du Dich NICHT sofort mit Sonnenschutz eincremst. Aber achte immer auf Deine Haut, sobald sie sich rot färbt, solltest Du Dich vor der Sonne schützen. Denn einen Sonnenbrand musst Du auf jeden Fall vermeiden!

Den besten und gesündeste Schutz vor einem Sonnenbrand bietet das Melanin in gebräunter Haut. Darum ist es eine gute Strategie, die Haut schon im Frühjahr mit der relativ milden Sonne vorzubräunen. So tankst Du schon frühzeitig Vitamin D und gewöhnst Deine Haut optimal an die stärkere Sonne im Sommer.

Wenn Du im fortgeschritten Sommer noch kreidebleich bist, näherst Du Dich der Sonne am besten etwas vorsichtiger. Für das erste Sonnenbad reichen 10 Minuten ohne Sonnenschutz. Je nach Hauttyp und Bräunung darfst Du die Zeit an den darauf folgenden Tagen schrittweise verlängern.

Geh‘ raus, genieße die Sonne! Sie tut Dir gut.

Vitamin D im Winter

Auch wenn Du in den Sommermonaten Deine Vitamin-D-Speicher prall gefüllt hast, sind sie spätestens nach 3 Monaten im Winter auf einem niedrigen Level, sofern Du in Deutschland lebst. Dann arbeitet Dein Immunsystem nicht optimal und Du wirst anfällig für Infektionskrankheiten. Falls Du jedoch den Sommer im Schatten verbracht oder Dich immer brav mit 50+ Sonnencreme einbalsamiert hast, werden Dich die klassischen Herbst-Krankheiten wohl schon früher niederstrecken.

Dr. Nicolai Worm hat es in seinem Buch „Die Heilkraft von Vitamin D“ auf den Punkt gebracht:

Im Winter „verkühlen“ sich viele Menschen in gut geheizten Wohnungen und Büros.
Warum kommt es im Winter derart gehäuft zu „Erkältungen“, obwohl man nicht ein einziges Mal gefroren hat? 

Ich sag’s Dir: Es liegt zu einem großen Teil am Licht- bzw. Vitamin-D-Mangel.

Vitamin D - Lebensmittel | einfach-fit.deUnd wenn Du jetzt glaubst, Du könntest Deine Sonnenabstinenz locker durch eine vollwertige Ernährung ausgleichen, irrst Du Dich gewaltig. Denn es gibt kaum Lebensmittel, die genügend Vitamin D enthalten, um Deinen Spiegel nennenswert zu erhöhen.
Einer der Spitzenreiter bezüglich des Vitamin-D-Gehalts ist der Hering. 100g Hering enthalten ca. 1000 I.E. Vitamin D3. Gefolgt vom Wildlachs (800 I.E.) und Sardinen (450 I.E.). Die in Deutschland so beliebten Vollkorn-Cerealien liegen ganz weit hinten mit 46 I.E. pro 100 g. Würdest Du Deinen Bedarf nur mit Vollkornprodukten decken wollen, müsstest Du demnach täglich 1,7 kg davon verspeisen, um wenigstens die von der DGE empfohlenen 800 I.E. zu erreichen.

Wenn Du also einen anständigen Vitamin-D-Spiegel allein durch die Ernährung zu erreichen möchtest, bleibt Dir nichts anderes übrig, als jeden Tag ein halbes Kilo Hering oder Lachs zu essen. Das ist möglicherweise auch ein Grund dafür, warum die Ureinwohner der Arktis (die Inuit) trotz Sonnenmangel überlebt haben: Sie aßen reichlich fetten, vitamin-D-haltigen Fisch.
Zum Vergleich: Die DGE empfiehlt dürftige 70g fetten Fisch pro Woche! [10] Das ist schon fast lächerlich. Aber zurück zu Deiner Strategie. Wir wissen jetzt, dass es im Winter schwierig wird, einen guten Vitamin-D-Spiegel zu halten. Die Sonne scheint nicht mehr kräftig genug und die normale Ernährung deckt den Bedarf auch nur spärlich. Was also tun? Es gibt im Winter eigentlich nur zwei Optionen:

#Option1: Das Solarium

Um Deinen Vitamin-D-Pegel auf sommerlichem Level zu halten, genügt schon ein kurzes Solarium-Sonnenbad alle 2 Wochen [11]. Aber Achtung: Solarium ist nicht gleich Solarium. Du musst unbedingt darauf achten, dass es sich um ein Solarium mit hohem UVB-Anteil handelt. Denn nur UVB-Strahlen bilden das schützende Vitamin D in Deiner Haut. Reine UVA-Solarien sind der absolute Supergau für weiße Haut.

#Option2: Nahrungsergänzungsmittel

Normalerweise bin ich ja kein Freund von Vitamin-Pillen, weil ich glaube, dass eine vitaminreiche Ernährung den Bedarf gut abdeckt. Aber es gibt ein paar Ausnahmen. Eine davon ist Vitamin D. Denn wie Du jetzt weißt, ist Vitamin D eigentlich kein Vitamin und wir können den Bedarf über die normale Ernährung nur schwer decken.

Der Superfood-Hersteller Braineffect bietet seit Kurzem ein sehr hochwertiges Vitamin-D3-Öl an. Es enthält zusätzlich Vitamin K2, um das Vitamin D optimal zu unterstützen. Ein weiterer Vorteil ist, dass Du es selbst ganz leicht dosieren kannst. Denn es ist flüssig. Ein Tropfen enthält 1000 I.E Vitamin D3. Mit nur 2-3 Tropfen täglich bist Du also auch im Winter bestens versorgt.

Da ich das Vitamin-D-Öl selbst regelmäßig einnehme und hundertprozentig von ihnen überzeugt bin, kann ich es auch mit bestem Gewissen weiterempfehlen. Du kannst das Öl direkt im Online-Shop von Braineffect bestellen. Klicke einfach auf den folgenden Link: https://www.einfach-fit.de/go/vitamin-d3-oel

Fazit

90 % der deutschen haben einen Vitamin-D-Mangel und wissen es wahrscheinlich gar nicht. Denn die Symptome und die damit verbunden Zivilisationskrankheiten, kommen meist schleichend und werden normalerweise nicht mit einem Vitamin-D-Mangel in Verbindung gebracht.

Ärzte bescheinigen einen Vitamin-D-Mangel erst bei Blutwerten unter 20 ng/ml. Optimal wären aber 40 – 60 ng/ml.

Der wichtigste Grund für den weit verbreiteten Mangel ist das fehlende Sonnenlicht und zusätzlich die ständig präsente Angst davor. Sobald im Frühjahr die ersten milden Sonnenstrahlen Wärme und gute Laune spenden, wird mit erhobenen Zeigefinger vor tödlichen Hautkrankheiten gewarnt. Ohne Sonnenschutzfaktor 50+ sollte man sich nicht vor die Tür wagen. Da haben die Marketingexperten der Sonnencreme-Hersteller ganze Arbeit geleistet.

Als Vater von zwei blonden, hellhäutigen Kindern möchte ich noch Folgendes loswerden: Gerade für Kinder ist Vitamin D extrem wichtig. Denn ohne Vitamin D wird kein Calcium aufgenommen. Auch wenn sie tonnenweise Milchschnitten und Fruchtzwerge essen. Dabei ist Calcium der wichtigste Stoff für Knochenaufbau und Zähne.

Ich beobachte mit Sorge, wie Eltern ihre Kinder aus Angst vor der Sonne schon im Frühjahr von Kopf bis Fuß mit Sonnencreme einschmieren. Auch im Kindergarten ist Eincremen vor dem Spielen im Freien Pflicht. Das Ergebnis sind kreidebleiche irgendwie kränklich anmutende Kinder mit Allergien, Unverträglichkeiten und schwachem Immunsystem.

Meine Kinder haben schon Anfang Juni eine gesunde braune Hautfarbe. Sonnenbrand hatten sie noch nie und eingecremt wird nur unter extremer Sonnenstrahlung am Strand. Sie haben keine Allergien, sehr gute Zähne und sind selten krank. Es mag vielleicht an den Genen liegen, aber ich bin überzeugt, dass die Sonne auch eine Rolle spielt.

Vitamin D - Fun | einfach-fit.deVitamin D ist das Sonnenvitamin. Denn die Sonne ist die einzige natürliche Quelle, die Deinen Vitamin-D-Spiegel wesentlich erhöhen kann. Daher ist gerade jetzt im Sommer die beste Gelegenheit, Deine Vitamin-D-Speicher auf natürliche und günstige Weise aufzuladen.

Es wird Zeit, die Sonne wieder zu genießen.

Alles Gute
Micha

Michael Lommatzsch

Michael ist universitäts-geprüfter Fitness-Instructor (B-Lizenz) und lizensierter Ernährungscoach. Seit über 20 Jahren beschäftigt er sich mit dem Themen Fitness, Ernährung und Gesundheit.

Quellenverweise   [ + ]

11 Kommentare

  • Hallo Michael,

    Danke für den kompakten Artikel. Ich finde es gut, dass immer mehr Leute auf dieses Thema aufmerksam machen! Auch ich habe sehr gute Erfahrungen gemacht und durch eine D3 Therapie viele gesundheitliche Fortschritte erlangt. In meinem Umfeld gab es ebenso viele Erfolge. Deswegen mache ich aktuell auch darauf aufmerksam und versuche, den Bekanntheitsgrad von Vitamin D3 zu erhöhen. Ich denke, da wird sich in Zukunft noch sehr viel tun rund um dieses Thema. Alles Gute weiterhin! Viele Grüße
    Andreas

  • wc sitz sagt:

    Ich finde es wirklich klasse, dass Sie sich all diese Mühe machen und die Informationen aufbereitet für uns präsentieren. Danke für die Informationen.
    Lg Danny

  • Karl sagt:

    Danke für den hilfreichen Artikel. Ich gehe in der Winterzeit 1-2 mal in der Woche ins Solarium und konnte so mein Vitamin D Spiegel erhöhen.

  • Sabine sagt:

    Hallo Micha,

    danke für deinen gelungenen Beitrag. Ergänzen möchte ich, dass bei Bluttests, wie sie im Rahmen von regulären medizinischen Check-UPs gemacht werden, inzwischen auch auf Vitamin D-Gehalt getestet wird. So geschehen bei meinem Mann und mir im März 2016. Mein Testergebnis lag bei bei meinem Mann bei 9 umd bei mir bei 7 ng/mg! Verschrieben bekamen wir daraufhin jeweils 5 Ampullen Vitamin D, die nun quartalsweise intravenös verabreicht werden. Wird komplett von der KK übernommen, es hat hier also wohl inzwischen ein Umdenken stattgefunden.

    • Michael sagt:

      Hallo Sabine,

      schön, dass Dir der Artikel gefällt. 9 bzw. 7 ng/ml gelten ja auch bei Ärzten und Krankenkassen als schwerer Mangel. Daher ist es wohl übernommen worden. Interessant wäre, wie hoch Dein Vitamin-D-Spiegel nach der Behandlung ist (Mindestens 30 ng/ml sollten es schon sein) und ob Du körperliche oder psychische Verbesserungen spürst. Vielleicht magst Du mir nach dem nächsten Test noch einmal schreiben.

      Vielen Dank und alles Gute
      Micha

      P.S.: Vergiss nicht die Sonne, als Vitamin-Quelle 🙂

  • Edwin sagt:

    Vitamin-D-Mangel
    Sind Solarien acht Mal effektiver als natürliches Sonnenlicht?
    *** JA !!! ***
    Die neuen Studien zeigen zudem, dass künstliches UV-Licht im Vergleich zum Sonnenlicht **acht Mal effektiver** für die Produktion von Vitamin D ist.
    „Der moderne Lebensstil verursacht einen Mangel an Vitamin D, was zu zahlreichen Krankheiten führen kann. Vor dem Hintergrund der beschriebenen Studien empfehlen wir eine moderate Besonnung in Solarien, um eine ausreichende Menge an Vitamin D synthetisieren zu können“, sagt Ad Brand vom Sunlight Research Forum.
    Quelle:(lifePR) (Veldhoven, 25.06.2013)

    Moderne Solarien sind die besten Gesundheitsprävention die es gibt. Es geht nicht nur ums Vitamin D sondern um viel mehr. UV-Licht ist für sehr vieles gut.

    Dass Solarien schlechter für die Haut ist als die Sonne stimmt natürlich auch nicht. Es gibt wahrscheinlich über nichts so viele Lügen und Falschmeldungen wie über das Solarium. Weshalb wohl? Wie ich oben schrieb. Der Grund ist ganz einfach. Moderne Solarien sind die grösste Konkurrenz zur Pharmamafia und ihren Handlangern die Ärzte!

    • Michael sagt:

      Hi Edwin,

      danke für Deinen Beitrag. Ich teile Deine Meinung, dass ein Solariumbesuch im Winter für den Vitamin-D-Status sinnvoll sein kann. Allerdings sollte es ein modernes UVB-Solarium sein. Und übertreiben sollte man es auch nicht. Ein Solarium-Besuch pro Woche reicht nach meinen Recherchen völlig aus.

      Alles Gute
      Micha

  • heureka47 sagt:

    „Alles Leben kommt vom Licht der Sonne“ ist eine Halbwahrheit – um nicht zu sagen: „Irrtum“.
    Das Leben kommt in der Hauptsache von der feinstofflichen Lebens-Energie, der universellen – nichtmateriegebundenen, nichtphysikalischen, Energie, die unsere Seelen-Energie ist. Und nur, wenn wir mit der Seele richtig verbunden sind, können wir für optimale Gesundheit sorgen.

    • Michael sagt:

      Hallo,

      vielen Dank für Deinen Kommentar.
      Du hast natürlich Recht: Wenn Die Seele nicht in Ordnung ist, leidet die Gesundheit. Die Frage ist, ob die Seele ohne Sonnenlicht glücklich sein kann. Ich denke nicht. Wenn es die Sonne nicht gäbe, wäre Leben so wie wir es kennen nicht möglich. Da halte ich mich lieber an die wissenschaftlichen Erkenntnisse. Pflanzliche Photosynthese funktioniert nur mit Sonnenlicht. Und der Mensch braucht Sonnenlicht, um lebenswichtiges Vitamin D zu produzieren.

      Alles Gute
      Micha

  • Peter154 sagt:

    Danke für den Beitrag. Ich stimme zu: Vitamin D Mangel ist recht häufig. Dass dies gerade im Sommer der Fall ist, habe ich bisher noch nicht gelesen.

    Allerdings soll soweit ich gelesen habe Vitamin D nicht in direktem Zusammenhang stehen. Ein Vitamin D Mangel tritt meines Wissens aber oft gepaart mit Eisen-Mangel auf. Soweit ich weiß ist dieses Problem für den Haarausfall verantwortlich. Vitamin D begünstigt aber die Eisen-Aufnahme im Körper.

    • Michael sagt:

      Hallo Peter,
      Vitamin-D-Mangel kommt trotz des Sommers relativ häufig vor, nicht wegen des Sommers. Vielleicht habe ich mich an der Stelle etwas missverständlich ausgedrückt.

      Ein Zusammenhang mit Eisenmangel wäre mir neu. Hast Du das eventuell mit Vitamin C verwechselt? Denn Vitamin C begünstigt die Eisenaufnahme im Körper. Kaffee, Tee und Milchprodukte behindern hingegen die Eisenaufnahme. Daher ist es z.B. eine gute Idee, bei Eisenmangel anstelle von Kaffee oder Milch ein Glas Grapefruitsaft zum Frühstück zu trinken.

      Alles Gute und vielen Dank für Deinen Kommentar
      Micha

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